Koordination der Kampagne:

Hedwig Neven Dumont Jürgen Roters

Die Paten Ralph Caspers Cordula Stratmann Fatih Çevikkollu

Ausstellung der Kunstaktion "Was heißt denn hier Respekt?" vom 09.-17.09.2010, COLONADEN Hauptbahnhof Köln
Download der Beschreibung

Das "Kölner Bündnis für eine gewaltfreie Erziehung" veranstaltete vom 9. - 30. Juni 2010 gemeinsam mit dem Kölner Stadtanzeiger, studio dumont, eine Reihe von Informations- und Diskussions-Veranstaltungen unter dem Motto: "Aufwachsen ohne Gewalt in Köln". Download des Faltblatts

Zu den Veranstaltungen liegen folgende Präsentationen vor:

Mittwoch, 9. Juni 2010
Sichere Orte für Mädchen und Jungen - Schutz vor Missbrauch in Institutionen

Ursula Enders, Zartbitter e.V., Köln
Zum Thema liegt eine umfassende Präsentation im Powerpoint- und im PDF-Format mit dem Titel "Grenzen achten" vor.
pdf zum Download (5 MB)
ppt zum Download (10 MB)

Mittwoch, 16. Juni 2010
Werte in musliminischen Familien - alles ganz anders?!

Hanim Ezder, Muslimisches Familienbildungswerk Köln
zum Download
zum Download der Bücherliste

Donnerstag, 17. Juni 2010
Starke Kinder brauchen starke Eltern

Paula Honkanen-Schoberth, Bundesverband Deutscher Kinderschutzbund.
zum Download

Donnerstag, 24. Juni 2010
Mobbing unter Kindern und Jugendlichen

Carmen Trenz, Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendschutz NRW
zum Download

Mittwoch, 30. Juni 2010
Hinsehen, Beurteilen, Handeln zum Schutz unserer Kinder

Heike Afflerbach-Hintzen, Uwe Fitzen
Polizei Köln, Kriminalkommissariat Vorbeugung.
zum Download

09.-17.09.2010

Ausstellung der Kunstaktion "Was heißt denn hier Respekt?" Respekt, das Thema geht uns alle an!

COLONADEN, Hauptbahnhof Köln
kostenfrei

So 19.09.2010, 12:00-18:00 Uhr

Kampagnenabschluss auf dem Kölner Weltkindertagfest

Kölner Bündnis für eine gewaltfreie Erziehung
Informationen, Aktionen und Diskussionen zur gewaltfreien Erziehung
Rheingarten und Heumarkt
kostenfrei

Aktionsveranstaltung zum "Internationalen Tag für gewaltfreie Erziehung" Kölner Bündnis für eine gewaltfreie Erziehung stellt Kampagne vor

Das "Kölner Bündnis für eine gewaltfreie Erziehung" in Koordination der Stadt Köln und des Kinderschutzbundes Köln veranstaltete einen Aktionsnachmittag zum diesjährigen "Internationalen Tag für gewaltfreie Erziehung" auf dem Neumarkt. Begleitet von einem attraktiven Programm mit Musik, Kinder- und Jugendkultur, Spiel und Spaß mit "Juppi", dem Spielmobil der Stadt Köln, machten die Veranstalter am 30.04. von 13.30 bis 17.00 Uhr mit Informationen, Animation, Interviews und Diskussion darauf aufmerksam, dass die gewaltfreie Erziehung ein wichtiges gesellschaftspolitisches Anliegen ist.

Bei der Eröffnung betonten Oberbürgermeister Jürgen Roters und Hedwig Neven DuMont, wie wichtig es ist, auch 10 Jahre nach Verankerung des Rechtes im Bürgerlichen Gesetzbuch sich auch weiterhin für eine praktische Umsetzung zu engagieren. Renate Blum-Maurice, Fachleiterin des Kinderschutzbundes und Mitkoordinatorin der Kampagne, betonte den Erfolg der Gesetzesänderung:

"Wir haben feststellen können, dass, befördert durch das am 3. November 2000 verabschiedete Gesetz, Schläge zunehmend weniger als sinnvolles pädagogisches Mittel angesehen werden. Wir beobachten aber auch, dass unter den Bedingungen von Beziehungskrisen und wachsender Armut die Gewalt in Familien wieder zunimmt" Reinhilde Biefang, im Jugendamt zuständig für die Familienförderung, pflichtet dem bei und stellt fest: "Familien brauchen – um ihre Aufgaben erfüllen zu können heute mehr denn je Unterstützung durch Angebote der Kinderbetreuung, Familienbildung und -beratung, der Frühförderung, der Gesundheitshilfe und weitere mehr."

Der Aktionsnachmittag zum Tag für gewaltfreie Erziehung war gleichzeitig auch die Auftaktveranstaltung der Kölner Kampagne "Gemeinsam für eine gewaltfreie Erziehung",mit der ein breites Bündnis von Institutionen aus den Bereichen der Jugendhilfe, des Kinderschutzes, der Familienberatung und -bildung, der Polizei, Kindertagestätten und Schulen mit weiteren Aktionen, Veranstaltungen und Projekten auf die gewaltfreie Erziehung aufmerksam machen will. Unterstützt und begleitet wurde die Auftaktveranstaltung und die Kampagne durch eine stadtweite Plakatierung mit Citypostern.

Der ebenfalls vorgestellte Kampagnenflyer listet viele Bildungsangebote der Kampagnenpartner auf und gibt einen Gesamtüberblick über alle Veranstaltungen im Rahmen der Kampagne. Außerdem wurde die eigens erstellte Kampagnenwebseite unter www.gewaltfreie-erziehung-in-koeln.de freigeschaltet. Die Veranstalter wollen sich dafür einsetzen, dass auch in den nächsten Jahren der Jahrestag genutzt wird, um mit kreativen Aktionen und Veranstaltungen auf Gewaltlosigkeit in der Erziehung hinzuweisen.

Tag für gewaltfreie Erziehung

Die internationale Organisation zur Beendigung körperlicher Gewalt gegen Kinder, EPOCH worldwide (End Physical Punishment Of Children) und insbesondere deren Ländervertretung in den USA haben erstmals am 30. April 1998 zum Tag für gewaltfreie Erziehung ("International No Hitting Day for Children") aufgerufen. Die Idee wird seitdem durch diverse andere internationale Organisationen weiter verbreitet. Zu erwähnen ist v.a. die ISPCAN (International Society for the Prevention of Child Abuse and Neglect). Der Deutsche Kinderschutzbund rief 2004 zum ersten Mal für den Tag für gewaltfreie Erziehung in Deutschland auf. Er soll die Bevölkerung daran erinnern, dass die Verantwortung für ein gewaltfreies Aufwachsen aller Kinder in unserem Land von allen geteilt werden muss. Er soll auch Eltern dazu ermutigen, das Ideal einer gewaltfreien Erziehung Wirklichkeit werden zu lassen und dafür, wo nötig, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Seit November 2000 ist das Recht der Kinder auf gewaltfreie Erziehung gesetzlich verankert (§ 1631 Abs. 2 BGB): Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig. Der Kinderschutzbund setzt sich dafür ein, dass die Kinderrechte auch im Grundgesetz verankert werden.

Pressekontakt:
Jochen Muth, Kinderschutzbund/Kinderschutz-Zentrum Köln
Tel: 0221/ 5 77 77-14, Mobil: 0160/96 63 60 34

Programm vom 30.04.2010

13:30 Uhr Soul United, Soul-Cover-Band
14:00 Uhr Begrüßung durch den Schirmherrn, Oberbürgermeister Jürgen Roters und die Schirmfrau Hedwig Neven DuMont
14:15 Uhr Zirkus Radelito, Gesamtschule Höhenhaus
14:30 Uhr Statements der Paten Cordula Stratmann, Fatih Cevikkollu, Ralph Caspers (sind nicht anwesend)
14:35 Uhr Soul United, Soul-Cover-Band
14:50 Uhr Quiz mit Birgit Mehrmann
15:20 Uhr Tamba Bo, Trommelgruppe Köln-Porz
15:35 Uhr Diskussion mit Bergit Fesenfeld, Bündnispartnern und Publikum
15:45 Uhr RAP, Offene Jazzhausschule
15:55 Uhr Diskussion mit Bergit Fesenfeld, Bündnispartnern und Publikum
16:10 Uhr Rampenlichter, Kölner Spielecircus
16:25 Uhr Diskussion mit Bergit Fesenfeld, Bündnispartnern und Publikum
16:40 Uhr BREAKDANCE, Offene Jazzhausschule
16:55 Uhr Abschlussrunde